Was sind Erektions­störungen?

Eine erektile Dysfunktion liegt dann vor, wenn keine ausreichende Steife (Erektion) des männlichen Glieds (Penis) für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr erlangt werden kann oder diese nicht lange genug aufrecht erhalten werden kann.

Normalerweise bekommt ein Mann eine Erektion aufgrund bestimmter Reize: Bilder, Geräusche, Gerüche, Berührungen oder auch Gedanken. Aufgrund eines solchen Reizes sendet das Gehirn ein Signal an den Penis, wodurch die Durchblutung der Arterien im Schwellkörper angeregt wird. Durch das Anschwellen des Gewebes werden die Venen blockiert, sodass das Blut nicht wieder abfließen kann – der Penis wird hart.

Eine Störung dieses Prozesses kann organischer oder psychischer Natur sein oder auch eine Kombination beider: Schäden an Nerven oder Arterien können genauso ursächlich sein, wie Depressionen oder Angstzustände.

Häufiger, als Mann denkt

In Deutschland ca. 6 bis 8 Millionen Mänenr mit Erektionsstörungen
Zwischen 30 und 60 Jahren steigt der Prozentsatz
von 2% auf 34%

Erektionsstörungen betreffen wesentlich mehr Männer als viele denken: In Deutschland geht man von 6-8 Millionen Männern aus. Mit zunehmendem Alter sind Erektionsstörungen häufiger: im Alter zwischen 30–39 Jahren sind etwa 2 % betroffen, im Alter zwischen 60–69 Jahren bereits 34 %. Da über dieses Tabuthema jedoch eher selten gesprochen wird, fühlen sich Betroffene häufig alleine.

Erektionsstörungen können entweder nur ab und an oder über einen bestimmten Zeitraum häufiger auftreten. In einigen Fällen kommt es zu einem dauerhaften Verlust der Erektionsfähigkeit.

Eine erektile Dysfunktion kann Lebensqualität und Wohlbefinden des betroffenen Mannes beeinträchtigen und auch die Partnerschaft belasten. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt, sei es Ihr Hausarzt oder ein Urologe.

Tabuthema Erektionsstörung - Häufig fühlen sich Betroffene allein