Was sind die Symptome einer Erektilen Dysfunktion und wie kann ich feststellen, ob ich betroffen bin?

Sowohl die Ursachen als auch die Symptome der Erektilen Dysfunktion können vielfältig sein. Allen Symptomen ist es jedoch gemeinsam, dass sie dazu führen, dass kein zufriedenstellender Geschlechtsverkehr mehr durchgeführt werden kann. So können Anzeichen für eine Erektionsstörung beispielsweise sein:

  • Probleme bei der Erektion des Penis
  • die Erektion kann nicht gehalten werden
  • der Penis erschlafft während des Geschlechtsverkehrs
  • der Penis ist nicht hart genug für ein Eindringen

Wenn diese Symptome über mehr als 6 Monate und in mehr als zwei Drittel der Fälle auftreten, spricht man von einer Erektilen Dysfunktion. Einen ersten Hinweis auf das Vorliegen einer Erektionsstörung kann auch der Selbsttest geben. Dieser ersetzt jedoch nicht den Arztbesuch, der eine Erektile Dysfunktion medizinisch abklären und Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen kann.

Zahlt meine Krankenkasse die Behandlung bei Potenzstörungen?

Arzneimittel zur Steigerung der Potenz werden als sogenannte „Lifestyle-Medikamente“ klassifiziert. Das sind Medikamente, die medizinisch nicht zwingend notwendig sind, sondern primär die Steigerung der Lebensqualität verfolgen. Hierfür werden von den Krankenkassen keine Kosten übernommen.
Die Beratung, Diagnostik und Behandlung der Potenzstörung sind jedoch nach wie vor Kassenleistung. Vakuumerektionshilfen (Vakuumpumpen), Schwellkörper-Implantate, Psychotherapie und Operationen werden in der Regel von den Kassen übernommen. Auch eine Testosteron-Ersatz-Therpie ist bei Hormonmangel und bei einhergehender entsprechender Symptomatik im Normalfall eine Kassenleistung.

Welchen Arzt suche ich auf, wenn ich meine Potenzprobleme untersuchen lassen möchte?

Es gibt zwei Facharztgruppen, die sich mit Potenzproblemen beim Mann befassen. Zum einen sind das Urologen und zum anderen Andrologen. Bei letzterem handelt es sich um eine fachärztliche Zusatzqualifikation, die sehr oft bei Urologen zu finden ist. Für beide Arztgruppen stellt die Behandlung der Erektilen Dysfunktion einen ganz alltäglichen Behandlungsschwerpunkt dar. Einen Urologen oder Andrologen in Ihrer Nähe finden Sie über Ihre Krankenkasse oder über eine Arztsuche beispielsweise über gängige Arztportale wie Jameda.

Kann ich Medikamente gegen die Potenzstörung im Internet bestellen?
Im Internet gibt es unzählige Angebote, Potenzmittel besonders günstig und ohne Rezept zu erhalten.
Hierbei sollte man im Hinterkopf behalten, dass im Internet keinerlei Sicherheit gewährleistet wird. Viele Angebote sind gesetzeswidrig und oftmals wird mit Arzneimittelfälschungen gehandelt.
Um die eigene Gesundheit zu schützen, sollte man daher dubiose Angebote aus dem Internet vermeiden und stattdessen einen Arzt aufsuchen und das Rezept in der Apotheke des Vertrauens einlösen.

Was ist, wenn die Potenzpillen nicht wirken?

Medikamente können bei jedem Menschen unterschiedlich wirken. Sofern das verordnete Medikament bei Ihnen keine Wirkung zeigen sollte, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt. Neben den PDE-5-Hemmern, die als Tablette eingenommen werden, gibt es noch weitere Behandlungsmethoden, die einfach anzuwenden und wirksam sind.

Bei mir liegt eine Herzerkrankung vor. Darf ich trotzdem Medikamente zur Behandlung der Potenzschwäche einnehmen?

Das Vorliegen einer Herzschwäche oder einer Herzerkrankung ist per se kein Ausschlusskriterium für eine Behandlung der Erektilen Dysfunktion. Sofern Sie allerdings Medikamente zur Behandlung Ihrer Herzschwäche einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt darauf hinweisen, um eine für Sie passende Therapie auszusuchen.